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Strittmatter Partner AG

Der Gestaltungsplan
das reglementarische Instrument

Auf den Grundlagen des Richtprojektes wurde der Gestaltungsplan von Strittmatter & Partner AG aus St. Gallen erarbeitet. Dieses reglementarische Instrument ist das Werk von ausgewiesenen Spezialisten mit Raumplanern, Verkehrsplanern, Umweltingenieuren und Landschaftsarchitekten. Mit Karin Bétrisey als Projektleiterin und Koordinatorin haben wir eine erfahrene Kulturingenieurin und Raumplanerin im Projektteam, die sich aktiv im Thurgauer Kantonsrat engagiert.

Beilagen Gestaltungsplan
Präsentation Mitwirkung
Umweltverträglichkeitsbericht

 

Sachverhalt

Die Brauchli Ziegelei AG strebt eine bauliche Entwicklung auf ihrem knapp sieben Hektaren umfassenden Areal am nordöstlichen Rand von Berg TG an. Die betroffenen Grundstücke sind sowohl im rechtskräftigen wie auch im neuen Zonenplan (Stand Zustimmung Gemeindeversammlung, 10. Januar 2020) mit einer Gestaltungsplanpflicht überlagert. Für die planungsrechtliche Umsetzung des ausgearbeiteten Richtprojekts wird ein Gestaltungsplan nach § 23 Planungs- und Baugesetz (PBG) erarbeitet.

Geltungsbereich

Das Gestaltungsplangebiet befindet sich am nördlichen Ortsrand von Berg, zwischen der Hauptstrasse und den Bahngeleisen. Er stösst westlich auf einer Länge von ca. 280 m an die Hauptstrasse an, beginnt südlich hinter der ersten Bautiefe der Bahnhofstrasse und endet nördlich bei der Garage Lüthi. An der Südostecke stösst er an den Weiherweg, eine gekieste Strasse, die beim Bahn-hofweiher endet. Östlich des Perimeters befindet sich eine Landschafts-schutzzone sowie der Bahnhofweiher Süd. Nördlich grenzt das Beizugsgebiet an die Landwirtschaftszone.
Damit umfasst der Perimeter die Grundstücke Nrn. 302 und 304 der Brauchli Ziegelei AG und Nrn. 1119 und 1120 der Auto Lüthi GmbH. Die ur-sprünglich ebenfalls enthaltene Teilfläche der Nr. 624 wurde bei der letzten Auflage der Ortsplanungsrevision aus dem Perimeter entfernt.

Planungsziele

Durch den Gestaltungsplan soll eine qualitativ hochwertige Arealüberbauung ermöglicht werden. Neben der Sicherung der ortsbaulichen und architektonischen Qualität kommt der Freiraum- und Siedlungsrandgestaltung eine wichtige Bedeutung zu. Die Bebauung soll einen eigenständigen Charakter haben, aber den ortsbaulichen Bezug zur Gemeinde Berg aufnehmen. Die Integration der prägenden Ziegeleibauten in das neue Quartier ist eine weitere wichtige Prämisse. Zudem soll das Areal der Öffentlichkeit zugänglich sein und mit einem dichten Langsamverkehrsnetz durchsetzt sein.

Grundlagen

Übergeordnete Planungsgrundlagen

Die Planungsgrundlagen von Bund, Kanton und Region sind in den kommunalen Planungsinstrumenten grundsätzlich umgesetzt worden. Im Folgenden werden die speziell zu beachtenden übergeordneten Grundlagen erläutert.

 

Kantonales Planungs- und Baugesetz

Am 1. Januar 2013 sind im Kanton Thurgau ein neues Planungs- und Baugesetz (PBG) sowie die zugehörige Verordnung (PBV) des Regierungsrates zum Planungs- und Baugesetz und zur Interkantonalen Vereinbarung über die Har-monisierung der Baubegriffe (IVHB) in Kraft getreten. Neue Sondernutzungs-pläne unterstehen dem neuen Recht.
Mit dem Beitritt des Kantons zur Interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) änderte sich die Dichteberechnung, die Messweise sowie die Begriffe der Gebäude- und Firsthöhe. Bis die Gemeinden ihre Rahmennutzungsplanungen (Zonenplan und Baureglement) angepasst haben, gelten in Bezug auf Nutzungsziffern und Höhenmasse die Umrechnungswerte nach § 57 der Planungs- und Bauverordnung.

 

Kantonale Richtplanung

Im kantonalen Richtplan ist das Beizugsgebiet im Dreieck Kantonsstrasse – Bahnhofstrasse – Bahnlinie gut erkennbar als Siedlungsgebiet (gelb), umgeben von Gebiet mit Vorrang Landschaft (gelb schraffiert). Es sind keine besonderen Massnahmen vorgesehen.

 

Kommunale Richtplanung

Der kommunale Richtplan von Berg wurde revidiert und an die neuen übergeordneten Rahmenbedingungen angepasst. Diesem wurde am 10. Januar 2020 an der Gemeindeversammlung zugestimmt. Er wurde zur Genehmigung eingereicht beim Departement für Bau und Umwelt (DBU).

Zonenplan & Baureglement

Die rechtskräftige Ortsplanung von Berg wurde zuletzt am 27.11.2009 (Beschluss-Nr. 84) angepasst. Die Ortsplanung wurde komplett revidiert. Zonenplan und Baureglement wurden am 10. Januar 2020 an der Gemeindeversammlung von den Stimmberechtigten angenommen. Gemäss rechtskräftigem Zonenplan liegt der westliche Bereich des Geltungsbereichs in der Gewerbezone und der östliche Bereich in der dreigeschossigen Wohnzone.

Baubereiche allgemein

In Art. 10 werden die zulässigen Nutzungen der Baubereiche festgelegt. Damit werden auf dem Areal durch die Trennung der Nutzungen sowohl ruhige Wohnverhältnisse gewährleistet, als auch ausreichend Flächen für das Gewerbe gesichert.

Hof
Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen sind in der Nähe der Hauptstrasse im Geviert der Ziegelei möglich. Die Baubereiche A1 und A2 liegen zusammen mit den Schutzobjekten Assek. Nrn. 133 (Villa) und 135 (Ziegeleigebäude) in der Arbeitszone Gewerbe und sind gut für Anlieferungsverkehr aller Arten erschlossen (Sattelschlepper, Anhängerzüge etc.) erschlossen. Sie bilden zusammen mit den Baubereichen M2, welche sich im Wohn- und Arbeitsgebiet befinden, den Hof.

Gewerbenutzung mit Wohnen
In den Baubereichen M und C sind Wohn- sowie Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen vorgesehen. Der Baubereich M1 bildet den Abschluss des Areales gegen Westen zur Hauptstrasse. Der Baubereich C liegt nördlich des Areals, weist eine bestehende Bebauung auf und flankiert den Ortseingang.

Wohnnutzung
In den ringförmig um den Park angeordneten Gebäuden in den Baubereichen B sind Wohnnutzungen vorgesehen, wobei nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen zulässig sind.

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