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Herzog & de Meuron | OLBH GmbH Office Leibundgut Bühler Hartmann | Vogt Landschaftsarchitekten

Die Vision 2015
klar und sondergleichen

Die Vision für das Ziegelei Grundstück

Die Vision von Herzog & de Meuron in Zusammenarbeit mit OLBH GmbH Office Leibundgut Bühler Hartmann und Vogt Landschaftsarchitekten Zürich wurde im Jahr 2015 und 2016 entwickelt. Mit Gemeinde und Kanton über die gesamte Planungsdauer begleitend diskutiert, resultiert eine Studie aufbauend auf vier Riegeln als quadratische GROSSFORM, die partiell von einzelnen Durchgängen unterbrochen wird. Die alten, denkmalgeschützten Ziegeleigebäude bestehen darin weiter als Kopf- und Herzstück und als Identität des neuen «Ziegeleiquartiers».

Es entsteht eine verdichtete Struktur, die das Grundstück für die künftigen Bewohner optimal ausnutzt: Die volumetrische Abgrenzung als weiteres siedlungscharakteristisches Kriterium, wurde zur Landschaft präzise definiert. Jede Einheit als durchgehende Wohnung entworfen, ermöglicht diese den zukünftigen Bewohnern den uneingeschränkten Bezug zu Landschaft und Park. Die vor- und zurückspringende Gebäudeteile sowie die einzelnen Durchgänge dienen im Weiteren als Verzahnung der Gesamtform zwischen Landschaft und innenliegendem Park. Die prägnante, umlaufende Flachdachkante als wichtiges architektonisches Mittel vereint und strukturiert die darunterliegenden, unterschiedlichen Massstäbe.

Zu dieser Zeit arbeitete die Brauchli Ziegelei AG auch an den Visionen und Varianten für die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten der Gruppe, sodass in der Studie noch die alte, bestehende Gesamtvolumetrie des Werkes dargestellt ist.

 

Der Kontext

Die Forschungsarbeit «Die Schweiz. Ein städtebauliches Portrait» am ETH Studio Basel (2005) definiert fünf unterschiedliche Typologien: Metropolitanregionen, Städtenetze, Stille Zonen, Alpine Resorts und Alpine Brachen. «Das Portrait plädiert für eine urbane Schweiz der Unterschiede, in der jede Region ihr spezifisches Potential ausspielt. Die Differenzen sollen als Qualität verstanden und die Gestaltung der einzelnen Regionen soll entsprechend darauf ausgerichtet werden. Stille Zonen sind Restzonen ausserhalb der sichtbaren Verstädterung. Will diese Kulturlandschaft weiterhin Bedeutung beanspruchen, braucht sie dringend neue Entwicklungsperspektiven.»

Die Studie «Thurgau – Projekt für die Stillen Zonen» (2008) schlägt vor, den spezifischen Landschaftsraum des Seerückens als zusammenhängenden «Kulturlandschaftsparks» zu stärken. Gleichzeitig plädiert sie für eine Verdichtung des Siedlungsraumes im Thurtal, im Sinne einer «kontrollierten Urbanisierung». Wie kann eine Siedlung auf dem Seerücken – am Übergang von «Kulturlandschaftspark» und Dorf aussehen?

Die Landschaftsarchitektur

Die umgebende Landschaft weist bereits einzelne Elemente eines Landschaftsparks auf. Die Weiher, bewusste Setzungen von Pflanzen, einfache Wege und Möblierung bieten das Potential zur Verstärkung des Bildes hin zu einem pflegeextensiven, landschaftlichen Park. Durch die Ergänzung von Bäumen, Wegen und Bänken wird der parkartigen Eindruck des gesamten Umfeldes verstärkt, der Weg ins Dorfzentrum.

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