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Ziegelei Quartier

Architektur
Strukturell in die Gemeinde Berg eingepasst

Ortsbauliche Grundsätze

Die ortsbaulichen Grundsätze sind aus der Analyse des Orts und im Rahmen der Richtprojektentwicklung entstanden. Sie definieren die formale Ausprägung der ortsbaulichen Struktur. Darüber hinaus geben sie den Leitfaden für den Gestaltungsplan vor. Es ist die Idee, dass mittels diesen sechs Grundsätzen das Projekt nachhaltig gesichert ist und auch flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagiert.

Raster und Ausrichtung

Die 156-jährige Entstehung der Ziegelei wurde kontinuierlich auf einem orthogonalen Raster, welcher sich aus der Achse der Hauptstrasse ausdreht, aufgebaut. Alle Bauten innerhalb der Brauchli Ziegelei AG orientierten sich stets an ebendiesem. Die Ausrichtung der künftigen Gebäude auf dieses Raster macht daher aus ortsbaulichen Überlegungen Sinn, da die Gebäude dadurch einen natürlichen Zusammenhang mit der Ziegelei herstellen. Die Ziegelei bleibt wichtigstes Element und formaler Nukleus des neuen Areals.

Siedlungskante

Die Siedlungskante reagiert situativ auf die angrenzende Umgebung. Nach Norden hin zur offenen Landschaft bildet sie eine klare Kante, welche somit gleichzeitig den Dorfrand von Berg bildet, nach Osten hin zum Weiher wird die Kante durchlässiger und nach Süden schafft sie durch die volumetrische Staffelung einen Übergang zur Nachbarschaft. Im Westen zur Hauptstrasse verwebt sich die Siedlung mit der bestehenden Ziegelei und stuft sich wie diese orthogonal zur Hauptstrasse hin ab, wodurch unterschiedliche Vorplatzsituationen entstehen.

Aussenräume und Erschliessung

Eine Sequenzierung der Aussenräume erschliesst das Areal ab der Hauptstrasse. Die Vorplätze formen einen offenen Übergang zwischen Strasse und Ziegeleigebäude. Der Hof und der Park bilden zwei gefasste Aussenräume, welche durch die siedlungsübergreifende Durchwegung miteinander verbunden sind. Der Park und die umliegende Landschaft sind über ein Wegnetz miteinander verbunden. Die äussere Ringstrasse erschliesst die Gebäude und schafft die Anknüpfung an die Landschaft.

Proportionen und Baukörper

Die Grösse der Volumen variiert je nach angrenzender Umgebung, bzw. Nachbarschaft. Im Norden zur Landschaft hin, sind die Gebäude grossmassstäblich, im Süden zur Nachbarschaft hin kleingliedriger. Diese Angleichung bzw. Übernahme einer vorhandenen Körnigkeit schafft eine ortsbauliche Verträglichkeit der einzelnen Volumen. Eine zukünftige Verdichtung entlang der Bahnhofstrasse eingeschlossen.

Hierarchien

Die übergeordnete Sichtbarkeit des Hauptbaus der Ziegelei soll durch den Masterplan gewährleistet werden. Die Silhouette des Hauptbaus bildet das höchste Element des Areals, es folgen die Gebäude um den Hof und schlussendlich die Wohnhäuser entlang des Parks. Diese sind wiederum in vier- und dreigeschossige Baukörper abgestuft. Dadurch wird die Ziegelei als Wahrzeichen gefestigt und die Zugehörigkeit des künftigen Areals sichtbar gemacht.

Etappierung

Die Etappierung des Areals gliedert sich in zwei Bereiche. Das Quadrat des Gesamtareals (1 bis 3) und das Quadrat der Brauchli Ziegelei AG (Z). Das Richtprojekt sieht vor, dass beide Entwicklungen unabhängig voneinander funktionieren können. Die Notwendigkeit der 1. Etappe für das Ziegeleiareal liegt in der Abgrenzung zur Landschaft (1). Als 2. Etappe soll der Übergang zur direkten Nachbarschaft gebildet werden und als 3. Etappe die Schliessung des Quadrates sowie die Verbindung zwischen Landschaftsschutzzone im Osten und der Siedlung im Westen erfolgen.

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