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Nagel + Steiner GmbH

Verkehr und Parkierung
Erschliessungskonzept des Ziegelei Quartiers

Verkehrserschliessung

Für den Bereich Verkehr wurde das Büro Nagel Steiner GmbH aus St. Gallen beigezogen, das für das Verkehrsgutachten auch Erhebungen des Ist-Zustands gemacht hat. Die detaillierten Verkehrszahlen, Berechnungen etc. sind im beiliegenden Verkehrsgutachten (Beilage B2) ersichtlich. Heute ist das Areal mit fünf bestehenden Zu- und Wegfahrten ab der Hauptstrasse erschlossen. Diese sollen auf die Hälfte reduziert werden.
Das Areal ist über zwei Haupterschliessungspunkte für den motorisierten Verkehr erschlossen (rot), während die arrondierten Parzellen von Auto Lüthi über eine eigene Zu- und Wegfahrt verfügen (blau). Aufgrund der noch offenen Entwicklung des Betriebs der Brauchli Ziegelei AG mit dem bestehenden Ofen, direkt angrenzend an das geschützte Hauptgebäude, ist eine einzige Zufahrt nicht möglich, da ab Erschliessungspunkt Nord der Südteil des Areals nicht erreicht werden kann. Die Durchfahrt zwischen Gebäude 1 und Baubereich A2Nord (grüner Pfeil) ist erst möglich, wenn die Produktion oder Veredelung von Ziegeln eingestellt und der Ofen abgebaut wird.
Im vorgeschlagenen Konzept besteht für den Arbeitsverkehr mit schweren Lastwagen (Sattelschlepper, Lastenzüge etc.) eine eigene Zufahrt im Süden, die gleichzeitig von der hinterliegenden Wohnnutzung mitbenutzt werden kann.
Der Wohnteil sowie die Mischzone im Norden verfügen über die Zufahrt Nord. Die Tiefgarageneinfahrten sind mit einem gelben Punkt markiert. Mit diesem Konzept kann der gesamte östliche Bereich autofrei gehalten werden. Die Verbindungsstrasse zur Bahnhofstrasse (schwarzer Pfeil) wird mit dem Bau der Tiefgarageneinfahrt Süd aufgehoben und bleibt Fussgängern und Velofahrern vorenthalten.

Ideenskizze Strassenraumgestaltung

In Zusammenhang mit dem Erschliessungskonzept des Ziegeleiquartiers wurde eine Zukunftsvision für die Hauptstrasse aufskizziert. Für den Fall, dass in Zukunft für die beiden Zufahrten Nord und Süd eine Linksabbiegespur benötigt würde, soll ein Gestaltungskonzept auf der Hauptstrasse aufzeigen, wie dies ortsverträglich umgesetzt werden könnte, da eine rein technische Erstellung einer markierten Linksabbiegespur nicht passend scheint für dieses Umfeld mit Schutzobjekten. In Anlehnung an den bereits vorhandenen Mehrzweckstreifen im Zentrum von Berg mit den ortstypischen roten Leuchtstelen mit Gemeindelogo wurde die Idee entwickelt, einen ca. 2.75 m breiten Mehrzweckstreifen anzuordnen, der folgende Zwecke erfüllen könnte (von Nord nach Süd, wobei verschiedene Nutzungen mit Pollern abgegrenzt werden müssten):

  • Linksabbiegespur von Norden her kommend für Zufahrt Nord
  • Geschützter Fussgängerübergang nördlich der Bergerwilerstrasse ins Ziegeleiquartier
  • Linksabbiegespur von Süden her kommend in die Bergerwilerstrasse
  • Weiterer geschützter Fussgängerübergang bei der Villa in den Hof
  • Linksabbiegespur von Norden her kommend in die Zufahrt Süd (dies nur für den Fall, dass die geschützte Kastanie nicht mehr stehen würde, ansonsten Engstelle mit Unterbruch des Mehrzweckstreifens
  • Geschützter Fussgängerübergang ab dem um die Kurve geführten Gehweg Bahnhofstrasse auf die Westseite der Hauptstrasse, der allerdings auch südlich der Bahnhofstrasse angeordnet werden könnte. Für diesen Fall könnte der Mehrzweckstreifen als Linksabbiegespur in die Bahnhofstrasse benützt werden.

Sollte das bestehende Gebäude Auto Lüthi einem Neubau weichen, wäre die Verlängerung dieses Mehrzweckstreifens Richtung Norden möglich, wo für Radfahrer ein geschützter Übergang zum (in Zukunft) freigeführten Radstreifen auf der Westseite der Hauptstrasse angeboten werden könnte. Gleichzeitig könnte ganz im Norden eine Ortseinfahrt gestaltet werden, allenfalls in Kombination mit einer Aufweitung (ausserhalb Planausschnitt). Folgende Abbildungen zeigen den Normquerschnitt auf der Hauptstrasse im Ist-Zustand sowie mit einem möglichen Mehrzweckstreifen.

Parkierung

Das Richtprojekt geht von der nach Baureglement (Gde. Berg) vorgeschriebenen Anzahl Parkplätze aus. Die Grundlage dafür bilden der Wohnungsspiegel (Seite 55) sowie der Flächenauszug (Seite 34). Zusammengerechnet ergibt dies eine gesamte PP Anzahl von 650 PP.  Aufgrund der Flexibilität in der Entwicklung des Areals ist davon auszugehen, dass ein gewisser Spielraum innerhalb der Parkierung bestehen sollte. Zusätzlich muss es möglich sein, dass künftige Entwicklungen auch von einer reduzierteren Anzahl PP ausgehen könnten. Das Richtprojekt stellt daher die maximal mögliche Anzahl PP dar, ausgehend von einem Vollgeschoss unter Terrain.

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